Leckerlis - Pro und Contra

Methoden, Hundeschule, Training & Ausbildung

Leckerlis bei der Erziehung - Ja oder Nein

Ja, es ist die perfekte Belohnung
17
52%
Manchmal, je nach Lage
14
42%
Nein, Leckerli-Belohnung ist keine Erziehung
2
6%
 
Abstimmungen insgesamt : 33

Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon X-Men » Di 25. Jan 2011, 12:16

Leckerlis bei der Erziehung - Pro und Contra

Leckerchen sind aus der Hundeerziehung nicht mehr wegzudenken.
Über den Sinn und Unsinn wird heute immer mehr diskutiert.
Die einen behaupten es wäre eine tolle positive Verstärkung und andere meinen es ist eine Manipulation und man sollte besser Persönlichkeit zeigen statt den Hund mit Leckerlis zu bestechen.
Welcher Ansicht seid Ihr?
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk,
das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen.
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon ParsonFan » Di 25. Jan 2011, 12:44

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich habe immer ein paar in der Tasche. Und ich finde es als Belohnung oder Bestätigung auch absolut o.K..

Es gibt natürlich auch wandelnde Futterautomaten, ich kenne auch ein paar von der Sorte die sich von ihren Hunden fast schon hypnotisieren lassen, einfach ätzend.

LG Petra ;)
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Xeno » Di 25. Jan 2011, 13:26

Hallo Petra

Bin völlig deiner Meinung, stimme dir 100 pro zu :thumright:

LG
Karl
Für die ganze Welt bist du nur eine Person, für deinen Hund aber, bist du, die ganze Welt.

Liebe Grüße
Xeno-Karl&Chico
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Jenny » Mi 26. Jan 2011, 10:05

Ich habe auch immer welche in der Tasche, aber ich habe als Leckerlie Trockenfutter ;) und ich finde es die ideale Belohnung für zwischendurch wenn ich mit Enrico unterwegs bin. Vor allem lässt er sich wunderbar abrufen. Und wenns so funkt warum nicht ;)
Lg
In Freud und Leid, zu jeder Stund´,
hält einer treu zu Dir:
Dein Hund.
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Terrorkrümel » Do 27. Jan 2011, 01:25

Habe beim Gassi gehen auch immer Leckerchen in der Tasche, damit ich Chilly besser abrufen kann oder ein paar Suchspiele mache. Dafür benutze ich besonders kleine Leckerchen, damit sie nicht zuviel frisst. Gab es beim Spaziergang aus irgendwelchen Gründen mal besonders viel Leckerchen, wird beim normalen Fressen etwas abgezogen. Trotzdem bekommt Chilly nicht für jede gute Tat eine Futterbelohnung, manchmal wird sie auch einfach nur verbal gelobt oder gestreichelt.
Liebe Grüße von
Kai und Parson Russell Terrierdame Chilly
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Tirza » So 25. Dez 2011, 16:14

Ich füttere immer nach dem Gassi gehen und gebe Emily beim Spaziergang immer einen Teil ihrer Futterration vorab als Leckerlie. Ein paar "Ober-Super-Duper-Leckerlies" hab ich dann auch dabei, damit sie nie weiß, welches Leckerlie sie als nächstes bekommt.

So versuche ich Übergewicht zu vermeiden. Ich hatte 12 Jahre einen Labrador und hätte ich das dort nicht genauso gemacht wäre die Maus damals wahrscheinlich aus allen Nähten geplatzt :)

Viele Grüße,
Tirza
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Samba+Pelle » Mo 26. Dez 2011, 00:49

Von Vorteil finde ich Leckerchen, wenn ein Hund sie auch als Belohnung empfindet (war bei Samba nicht so, die liebte anfangs mehr das Zerrgeln oder den Ball) und ich entweder neue Kommandos/Tricks einführe oder als Jackpot verwende.
Von Nachteil empfinde ich sie, wenn ein Kommando verinnerlicht wurde, der Hund mit der Belohnung aber bestochen wird.

LG, Barbara mit Samba und Pelle
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon asiantina » Di 27. Dez 2011, 08:23

Also ich finde leckerli gehören dazu,allerdings kenn ich viele Personen die damit maßlos übertreiben,richtig dosiert ist es kein problem,
Guten rutsch euch allen :-)
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Begrüßung mit oder ohne Leckerle?

Beitragvon nerona » Di 3. Apr 2012, 10:36

Nerona bekommt von mir Leckerle wenn ich nach Hause komme, wenn ich sie draussen wieder Anleine (damit sie kein negatives Ereignis mit dem Anleinen verbindet).
Nun lese ich oft das die Beziehung auch ohne Leckerle funktionieren soll. Deshalb will ich die Leckerle zukünftig reduzieren. Nur, wenn ich die jetzt weglasse weiß sie nicht warum ich sie auf einmal weglasse, oder :?:
Versteht sie mich, wenn ich die Leckerle weglasse :?:
In der Hundeschule sagte mir die Trainerin schon, das sie nur wegen der Leckerle kommt.

Was meint Ihr? Wie macht Ihr das?

Grüße
Horst
Grüße von
Nerona + Horst


Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
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Re: Begrüßung mit oder ohne Leckerle?

Beitragvon Xeno » Di 3. Apr 2012, 12:20

Chico bekommt immer, für alles positive und auch beim nach Hause kommen, immer ein Leckerli! :braver:
Ist ja bei uns nicht anders: Wenn man gelobt wird, event. sogar eine Zuwendung bekommt, macht die Arbeit doch gleich doppelt Spass und spornt einen an :lachen_jaja:
Für die ganze Welt bist du nur eine Person, für deinen Hund aber, bist du, die ganze Welt.

Liebe Grüße
Xeno-Karl&Chico
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Terrorkrümel » Di 3. Apr 2012, 14:24

Ich gebe beim nach Hause kommen eigentlich nie ein Leckerli. Das soll fur Chilly etwas ganz Normales sein. Außerdem könnte sie, wenn sie allein ist, vielleicht nur sehnsüchtig auf mich warten, weil sie auf ihre Belohnung wartet und dann eventuell jammert. Ich belohne eher mein Weggehen, indem ich Ihr etwas Leckeres gebe. Das machen wir besonders im Urlaub, wenn sie beim Allein bleiben in ihre Box soll. Das versüße ich ihr mit Leckerchen. Sie ist dann schon immer sehr erwartungsvoll, wenn sie merkt, dass wir uns fertig machen und geht dann mit Freude in ihre Box. :dog_19:
Hier zu Hause gebe ich ihr meistens nichts, wenn ich weg gehe, da sie damit auch keine Probleme hat. Nur, wenn in der Familie doch mal alle auf einmal gehen, gibt es etwas. Sie liegt die meiste Zeit sehr entspannt rum. :dog_9:
Liebe Grüße von
Kai und Parson Russell Terrierdame Chilly
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon Sirii » Di 3. Apr 2012, 20:56

Ich gebe beim Kommen und Gehen gar kein Leckerli, mein Hund liegt dann auf seinem Platz (aufs Sofa geht er erst, wenn ich draußen bin ;) .
Für das Erlernen von Neuem finde ich sie aber ganz nützlich. Wenn Sachen schon prima klappen, gibt es nur ab und zu ein Leckerchen. Meistens nehme ich sowieso das übliche Trockenfutter, Cody findet das ganz toll, wenn er etwas dafür leistet, wenn es im Napf ist, ist es weniger lecker.

Viele Grüße
Sigi + Cody
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Re: Leckerlis - Pro und Contra

Beitragvon angiem » Mi 21. Mai 2014, 13:10

Aus aktuellem Anlass möchte ich hier mal ein Hoch auf Belohnungslernen aussprechen!
Heute vormittags ging ich mit Nicky und Laika eine Siedlungsrunde, auch durch die Baustelle, die unser "Spielplatz" ist. Waren ca ne knappe dreiviertel Stunde unterwegs.
Ich hatte wie immer die Leckerlietasche umgeschnallt - aber erst, als wir wieder zuhause angekommen waren, registrierte ich, dass ich kein einziges Leckerlie verteilt hatte.
Ich benutze das normale TroFu zum Belohnen - Betonung liegt auf BELOHNEN, nie Bestechen oder Ablenken - und der ehemals in der Leine hängende, schreiende, wie ein Ochse ziehende Krümel, hat auf diesem Spaziergang bewiesen:
Es funzt und zwar so doll, dass ich selber staune, wie sehr er sich damit verändert hat.
Sogar als er einen neu aufgestellten Kran sah und als Erstreaktion die Haare hochstellte und meinte, den ankläffen zu müssen, reichte eine freundliche Ansprache (Nicky, ist nur ein Kran, ist ok , Du Dummerlein") und sofort war er wie umgeschaltet und ging gelassen, ohne dem Kran weitere Beachtung zu schenken, locker weiter.

Leckerlies RICHTIG eingesetzt - meine Meinung - sind eine super Sache - aber wie jedes andere Hilfsmittel auch, birgt die Anwendung ganz einfach Fehlerquellen.
Das ist aber bei JEDER Anwendung so - selbst ohne Hilfsmittel, ausschließlich über Stimme und Körpersprache zu erziehen, beinhaltet die Möglichkeit, einschneidende Fehler zu machen, wenn man zB etwas korrigiert, was der Hund noch nicht richtig verstanden hat oder er wegen der Reizlage nicht erfüllen kann und er dann unter Umständen eine Korrektur als unangemessene Strafe empfindet.

Den Lernvorgang mit Belohnung zu unterstützen macht aus dem Hund weder eine konditionierte Maschine, noch aus dem Menschen einen wandelnden Futterspender. Das machen die FEHLER bei falsch verstandener Anwendung von Belohnungsfutter.

Wenn man ausschließlich richtig getimed belohnt - nicht besticht oder lockt oder zum falschen Zeitpunkt belohnt, bleibt der Hund hochmotiviert beim Lernen und das erarbeitete Verhalten stabilisiert sich so gut, dass Belohnungen gar nicht mehr nötig sind. Klar freut sich der Hund dann immer noch über Lob oder ein Leckerchen, aber er tut es eben NICHT, wie vielfach befürchtet wird "nur fürs Leckerchen" - sondern weil das erlernte Verhalten fest installiert wird.
Und klar - auch Belohnungslernen entbindet nicht davon, zuzulassen, dass der Hund mal Fehler macht, die man im Ansatz korrigiert, damit er zum zuverlässigen Gehorsam kommen kann und weiß, dass ein Kommando IMMER Gültigkeit hat.
Richtig aufgebaut -
1. Erlernen (Hund muss zuerst verstehen lernen, was man von ihm will) - 2. Festigen(viele Wiederholungen, möglichst ohne Misserfolgserlebnisse) 3. Absichern (Hinauszögern der Auflösung eines Kommandos bis der Hund dran denkt, es selbständig aufzulösen und dann Korrektur, was im Ansatz schon durch minimalen Druck über Körpersprache ohne Anfassen oder Bedrängen und ein Warnlaut, zB he, sein kann)
- kann das ein sehr erfolgreicher, Freude bereitender Weg zum kooperativen Miteinander sein.

Mach sooo viel Spaß, auf diese Art und Weise mit den Hunden zu arbeiten - mir und den Hunden(nicht nur meinen eigenen)
LG, Angie

Nachtrag: Hierzu ein wenig etwas zum Lesen über die Theorie des Belohnungslernens:
http://www.socialbehavior.uzh.ch/teachi ... rnen_I.pdf
http://www.socialbehavior.uzh.ch/teachi ... update.pdf
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